Segnung des renovierten Pfarrhauses in Furth

Die Pfarrei St. Sebastian in Furth bei Landshut hat mit der Renovierung des im Jahre 1975 erbauten Pfarrhauses eine sehr gute Lösung für die Pfarrei und die Pfarrerwohnung gefunden. Dekan Alfred Wölfl,  Kirchenverwaltung, Pfarrgemeinderat,  Bürgermeister Andreas Horsche und viele Pfarrangehörige nahmen am Sonntagnachmittag an der Segnung der neuen Begegnungsstätte durch  Pfarrer Thomas Winderl teil.

Gut acht Jahre musste die Pfarrei ohne eigenen Pfarrsaal auskommen, weil der früher genutzte Raum im Kindergarten nicht mehr zur Verfügung stand. Nach erfolgter Renovierung kann die Pfarrei die für eine Pfarrhausfrau vorgesehene Wohnung im Erdgeschoß des Pfarrhauses  nach Absprache mit der Stiftungsaufsicht vom Bischöflichen Baureferat jetzt bis auf weiteres nutzen.

Im September 2014 übernahm Pfarrer Thomas Winderl die Pfarreien Furth und Schatzhofen, allerdings stand das Pfarrhaus wegen gravierender Mängel nicht als Wohnung zur Verfügung.

Anfänglich stellte sich die schwierige Frage „wohin soll die Reise gehen?“, resümierte Architekt Michael Nadler. Viele Optionen kamen ins Gespräch, vom Abriss bis Neubau und verschiedensten Renovierungsvorschlägen. Letztlich sei es gemeinsam gelungen, die richtige Entscheidung zu treffen mit einem Ergebnis, das alle zufrieden stelle. Der neue offene  und  transparente Verwaltungsanbau ließ das Pfarrhaus mehr aus dem Hintergrund heraustreten. Alte Häuser hätten die gespeicherte Energie der Vorfahren in sich, betonte Architekt Nadler, deshalb hielt er es für richtig, das alte Gebäude zu erhalten. In diesem Fall musste allerdings der „chirurgischen“ Behandlung der Vorzug vor der „homöopathischen“ gegeben werden. Die Maßnahme umfasste eine energetische Sanierung des ganzen Hauses mit Wärmedämmung und neuer Dacheindeckung. Ausgetauscht wurden  Fenster, Türen, Bodenbeläge, Elektro- und Sanitärinstallation. Mit einem zeitgemäßen Kleid präsentiere sich nach außen eine gute Einheit von alt und neu, so Nadler. Jede Pfarrei benötige Räume für das pfarrliche Leben, die zwischenzeitlich intensive Nutzung mache dies deutlich.

Die abgeschlossene Pfarrerwohnung im Obergeschoss mit separatem Eingang erhielt anstelle des bisherigen Südbalkons eine herrliche Dachterrasse. Diese werde seinem Bewohner als Kraftquelle am Morgen dienen und seine Wohnqualität steigern. Architekt Michael Nadler dankte Pfarrer Winderl, der Kirchenverwaltung und allen beteiligten heimischen Handwerksfirmen für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Wunsch, dass dieses Haus mit einem  guten Geist auf dem großen Weg zu Gott diene.

Pfarrer Thomas Winderl beteuerte, er sei dankbar und richtig glücklich über die sehr gelungene Renovierung der Pfarreiräume und über die schöne helle Wohnung im Pfarrhaus. Er freue sich, endlich seinen Platz gefunden zu haben. Überwältigt von der großen Hilfsbereitschaft bei seinem Um-und Einzug sage er für alles ein „herzliches Vergelts Gott“. Es beruhige ihn, dass der Kostenrahmen von 400 Tausend Euro eingehalten werden konnte, davon trage die Bischöfliche Finanzkammer aus Kirchensteuermitteln 50 Prozent, die Gemeinde Furth 10 Prozent, den Rest finanziere die Pfarrei selbst. Pfarrer Winderl dankte Bürgermeister Andreas Horsche für die unkomplizierte Umbenennung des Platzes zur einfacheren Orientierung von Rathausplatz in Pfarrplatz 1. Seinen Dank richtete er auch an das Architekturbüro Nadler-Sperk-Reif und den betreuenden Architekten Florian Wagner.

Mit Weihwasser und Weihrauch segnete Pfarrer Thomas Winderl das Haus und sprach Fürbittgebete in den Anliegen der Pfarreigemeinde. Anschließend lud er zur Hausbesichtigung ein, wie bei der Segnung des Bürogebäudes durch Bischof Rudolf Voderholzer im Januar 2017 versprochen.

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